Frank Michler

Inklusion - Medienkoordination - Webdesign

Was macht man mit seinem Leben, wenn einem so früh ein großer Teil der Selbstständigkeit genommen wird? Man sucht sich einen neuen Sinn – und ich habe ihn gefunden: im Einsatz für andere.

In den vergangenen 14 Jahren habe ich mich auf vielfältige Weise engagiert. Ich war aktiv in einer Parkinson-Selbsthilfegruppe, habe als Behindertenbeauftragter der Kreis- und Europastadt Saarlouis Verantwortung übernommen, habe die Öffentlichkeitsarbeit für den Pro-Inklusionsschaukel e.V. gemacht und mein Wissen und meine Erfahrungen in Pflegefachschulen für Kranken- und Altenpflege weitergegeben.

Doch Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung. Ich merke, wie ich von Jahr zu Jahr körperlich weniger leisten kann. Vor einigen Monaten hatte ich einen weiteren Schub, der mich schließlich dazu zwang, auch meine Vorträge an Schulen einzustellen. Eine Zeit lang wollte ich mich aus allem zurückziehen – einfach, weil es nicht mehr ging.

Dann kam Klaus Hoffmann, der erste Vorsitzende auf mich zu. Er fragte mich, ob ich den SVV Saarlouis 1910 e.V. unterstützen könne. Ich habe nicht sofort zugesagt. Aber wie es manchmal so ist: Man begegnet sich im Leben immer wieder. Auch Klaus und ich.

Heute freue ich mich, meine Erfahrungen und mein Engagement beim SVV Saarlouis einzubringen – im Rahmen meiner gesundheitlichen Möglichkeiten, ohne Druck, ohne Hektik. Ich teile mir meine Zeit bewusst ein, um so lange wie möglich sinnvoll und mit Freude aktiv zu bleiben.

Denn das ist es, was zählt: nicht wie viel man leisten kann, sondern dass man mit dem, was man tut, etwas bewegt.

Und warum ich mich schließlich doch wieder engagiere? Weil ich sehe, wie wertvoll die Arbeit ist, die in Vereinen wie die  SVV Saarlouis – und in so vielen anderen – geleistet wird. Junge Menschen finden hier nicht nur ein sportliches Zuhause, sondern auch ein soziales Umfeld, in dem sie wichtige Werte erlernen: Respekt, Disziplin, Pünktlichkeit, den Umgang mit Sieg und Niederlage. Auch die kleinen Dinge zählen – ein freundliches „Bitte“, „Danke“, „Guten Tag“ oder „Auf Wiedersehen“. Wenn ich mit meinem Beitrag dazu beitragen kann, dass all das weiterhin gelebt wird, dann weiß ich: Mein Engagement ist sinnvoll.
Und ausserdem sind das alles super coole Typen!

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit im Verein.

Die alles geschieht auf ehrenamtlichen Engagement.

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